Keine Heldenreise, kein dramatischer Wendepunkt, kein „vom Tiefpunkt zum Erfolg“. Nicht, weil mein Leben glatt verlaufen wäre, sondern weil sich Wahrheit für mich nie in solchen Erzählungen gezeigt hat. Mein Weg war individuell, suchend und oft unbequem.
Ich wusste früh, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Und ich wusste ebenso früh, dass mich vor allem die Menschen berühren, die nicht in Normen passen. Viele Jahre habe ich als Erzieherin und Heilpädagogin gearbeitet – in Kitas, in der integrativen Arbeit, in einem Kinderheim für sogenannte „schwer erziehbare“ Kinder. Die Kinder, die „anders“ waren, haben mich immer am meisten berührt. Nicht, weil sie schwierig waren – sondern weil sie sich nicht verbiegen wollten.
Was mich zunehmend von dieser Arbeit entfernt hat, war nicht der Anspruch, sondern das Ziel. Es ging selten darum, die Kinder in ihrer Einzigartigkeit zu stärken. Es ging darum, sie kompatibel zu machen. Still genug, laut genug, sozial genug – je nachdem, was gerade gebraucht wurde. Und je klarer mir das wurde, desto weniger konnte ich Teil dieses Systems bleiben.
Über Network Marketing bin ich in der Persönlichkeitsentwicklung und schließlich in der Coaching-Welt gelandet. In einer Welt, die verspricht, dass alles möglich ist, wenn man nur richtig denkt, richtig fühlt, richtig manifestiert. Ich habe mich darauf eingelassen. Ehrlich und engagiert und mit dem tiefen Wunsch, etwas zu erreichen.
Ich verlor mich in Mindset-Arbeit, Manifestationstechniken und Erfolgsversprechen. Doch egal, wie viel ich lernte oder umsetzte – es fühlte sich nie genug an. Lange glaubte ich, dass das Problem bei mir liegt. Ich habe nie genug erreicht. Nie genug manifestiert. Nie lange genug gehalten, was ich mir aufgebaut hatte. Und selbst wenn etwas funktionierte, stand ich unter dem ständigen Druck, es nicht wieder zu verlieren.
Es war anstrengend. Und innerlich leer.
Als Human Design in mein Leben kam, war es erstmal kein großer Befreiungsschlag. Auch hier bin ich zunächst mit dem Verstand hineingegangen. Ich wollte es nutzen und für meine Ziele anwenden und arbeiten lassen. Ich suchte nach dem Erfolg in meinem Design – und hielt mich damit nur weiter im eigenen Hamsterrad gefangen.
Und gleichzeitig berührte dieses System etwas in mir, dass ich nicht mehr übergehen konnte. Am Anfang noch leise, aber es blieb beharrlich.
Ich löste mich vom beschönten Instagram-Coaching-Human-Design und begann, mich intensiv mit den originalen Lehren von Ra Uru Hu zu beschäftigen. Ich spürte, dass hier etwas Echtes auf mich wartete.
Und dann traf mich eine Erkenntnis, die alles verändert hat:
Die Idee, dass du dein Leben optimieren, steuern oder manifestieren kannst, wenn du es nur richtig machst.
Das Leben ist nichts, das man beherrscht – es geschieht.
Und vielleicht ist es nicht deshalb so schwer, weil wir zu wenig tun – sondern weil wir zu sehr versuchen, unser Leben zu steuern.
Diese Erkenntnis war nicht angenehm. Mein Verstand hat sich gewehrt. Ich habe gezweifelt, infrage gestellt, nach Widersprüchen gesucht. Und irgendwann gemerkt: Ich werde es nicht verstehen, wenn ich es nicht lebe. Also habe ich mich auf das Experiment eingelassen. Strategie und Autorität nicht als Konzept, sondern als Praxis. Nicht perfekt. Nicht immer konsequent. Aber ehrlich.
Und ja – mein Leben hat sich verändert. Nicht spektakulär und ganz sicher auch nicht instagramtauglich. Aber grundlegend.
Ich verdiene heute weniger Geld als früher. Ich verkaufe keine Versprechen mehr. Keine Ziele, keine Visionen, keine Erfolgsgeschichten. Ich lehre Verantwortung, Hingabe und Mechanik. Und ich weiß, das ist nicht für jeden attraktiv.
Aber ich bin ruhiger und so viel zufriedener geworden. Ich habe keinen inneren Druck mehr, etwas erreichen zu müssen. Ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, was ich kann. Und ich liebe diese Arbeit – nicht, weil sie mich groß und erfolgreich macht, sondern weil sie wahrhaftig ist.
Was mir heute am meisten am Herzen liegt, ist Authentizität. Nicht als Ideal, sondern als gelebte Praxis. Human Design wird an vielen Stellen benutzt, um das Nicht-Selbst weiter zu füttern – um besser zu werden, erfolgreicher, spiritueller, sichtbarer. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr das das eigentliche Experiment verfälscht.
Human Design führt nicht in die Fülle, die man sich erhofft. Es führt so viel tiefer. Und genau deshalb ist es unbequem.
Ich mache dieses Wissen nicht passend. Ich übersetze es nicht in Wohlfühl-Botschaften. Ich begleite Menschen darin, ihre eigene Mechanik zu erkennen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Nicht, um etwas zu erreichen, sondern um das Leben zu erleben, das ihnen gehört.
Ich verspreche dir keine Fülle, kein Glück, kein leichtes Leben.
Ich begleite dich in ein Experiment, das radikal ehrlich ist – und oft unbequem.
Ich bin hier für Menschen, die bereit sind, ihre Kontrolle loszulassen und Verantwortung zu übernehmen. Für Menschen, die spüren, dass Bewusstsein nichts mit Optimierung zu tun hat, sondern mit Hingabe. Das ist meine Art zu lehren.
Wenn du genug hast von Manifestations-Versprechen, Business-Strategien nach Typ und all dem weichgespülten Human-Design-Content da draußen … dann bist du vielleicht hier richtig.
In meinem Telegramkanal teile ich meine radikalen Gedanken zum originalen Human Design, Einblicke in mein eigenes Experiment und Hinweise auf neue Podcastfolgen, Blogartikel und Angebote.
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